Träumen Androiden von elektrischen Schafen?
Empathie als letzte menschliche Währung
Nur wenige Romane haben ein kulturelles Echo erzeugt, das weit über das Werk selbst hinausreicht. Der Science-Fiction-Meilenstein von Philip K. Dick bildete die Grundlage für Ridley Scotts Blade Runner, doch die literarische Vorlage ist eigenartiger, stiller und verstörender, als es jede Adaption bisher vollständig einfangen konnte.
Während sich der Großteil der Science-Fiction jener Ära auf Spektakel verließ, erschafft Dick seine Welt durch die Anhäufung kleiner, beklemmender Details: eine Stimmungsklavier, an dem man jeden Morgen seinen Gefühlszustand einstellt, oder die soziale Schande, ein künstliches statt eines echten Tieres zu besitzen. Gerade in der Darstellung des Alltagslebens während eines schleichenden zivilisatorischen Zusammenbruchs entfaltet das Buch seine größte erzählerische Kraft.
Die Handlung
Der Kopfgeldjäger Rick Deckard arbeitet im San Francisco der Nachkriegszeit und hat die Aufgabe, abtrünnige Androiden, die von außerweltlichen Kolonien geflohen sind, in den „Ruhestand“ zu versetzen. Die zentrale Frage lautet dabei nicht, ob Androiden denken können, sondern ob sie fühlen können, und ob diese Unterscheidung überhaupt noch von Bedeutung ist.
Der Roman entstand in Dicks produktivster Schaffensphase, einer Zeit, in der er sich intensiv mit der Zerbrechlichkeit der gemeinschaftlich akzeptierten Realität und der bürokratischen Struktur von Dystopien auseinandersetzte. Das Werk steht für sich allein und erfordert keinerlei Vorkenntnisse über das übrige Schaffen des Autors.
Wer dieses Buch lesen sollte
Mit seinem kompakten Umfang ist es eine lohnende Lektüre für alle, die Science-Fiction suchen, die eher als philosophische Provokation denn als reines Abenteuer funktioniert. Wer nur den Film kennt, wird das Buch im besten Sinne als irritierend empfinden: Die Fallhöhe ist geringer, die Welt ist trister und das Ende wirkt auf eine ganz andere Weise nach. Inhaltliche Warnungen sind abgesehen von einer allgegenwärtigen existenziellen Beklemmung nicht nötig, was unserer Ansicht nach gerade den Kern des Werkes trifft.
Empathie als letzte menschliche Währung
Nur wenige Romane haben ein kulturelles Echo erzeugt, das weit über das Werk selbst hinausreicht. Der Science-Fiction-Meilenstein von Philip K. Dick bildete die Grundlage für Ridley Scotts Blade Runner, doch die literarische Vorlage ist eigenartiger, stiller und verstörender, als es jede Adaption bisher vollständig einfangen konnte.
Während sich der Großteil der Science-Fiction jener Ära auf Spektakel verließ, erschafft Dick seine Welt durch die Anhäufung kleiner, beklemmender Details: eine Stimmungsklavier, an dem man jeden Morgen seinen Gefühlszustand einstellt, oder die soziale Schande, ein künstliches statt eines echten Tieres zu besitzen. Gerade in der Darstellung des Alltagslebens während eines schleichenden zivilisatorischen Zusammenbruchs entfaltet das Buch seine größte erzählerische Kraft.
Die Handlung
Der Kopfgeldjäger Rick Deckard arbeitet im San Francisco der Nachkriegszeit und hat die Aufgabe, abtrünnige Androiden, die von außerweltlichen Kolonien geflohen sind, in den „Ruhestand“ zu versetzen. Die zentrale Frage lautet dabei nicht, ob Androiden denken können, sondern ob sie fühlen können, und ob diese Unterscheidung überhaupt noch von Bedeutung ist.
Der Roman entstand in Dicks produktivster Schaffensphase, einer Zeit, in der er sich intensiv mit der Zerbrechlichkeit der gemeinschaftlich akzeptierten Realität und der bürokratischen Struktur von Dystopien auseinandersetzte. Das Werk steht für sich allein und erfordert keinerlei Vorkenntnisse über das übrige Schaffen des Autors.
Wer dieses Buch lesen sollte
Mit seinem kompakten Umfang ist es eine lohnende Lektüre für alle, die Science-Fiction suchen, die eher als philosophische Provokation denn als reines Abenteuer funktioniert. Wer nur den Film kennt, wird das Buch im besten Sinne als irritierend empfinden: Die Fallhöhe ist geringer, die Welt ist trister und das Ende wirkt auf eine ganz andere Weise nach. Inhaltliche Warnungen sind abgesehen von einer allgegenwärtigen existenziellen Beklemmung nicht nötig, was unserer Ansicht nach gerade den Kern des Werkes trifft.
Ebenfalls im Blade Runner-Universum
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Ein echter Sci-Fi-Klassiker
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