Masami Kurumada

Autor
Tome
Redaktioneller Hinweis von Tome Aktualisiert am 18/09/2026

Rüstungen nach Sternbildern und Jungs, die immer wieder aufstehen: Masami Kurumada hat dem Pathos eine unüberhörbare Stimme gegeben.

Kurumada hat Saint Seiya geschaffen, ein Werk, in dem junge Krieger Rüstungen tragen, die an Sternbilder geknüpft sind, und sich in stufenweisen Kämpfen nach oben arbeiten. Die Struktur ist simpel und unerbittlich: ein stärkerer Gegner, eine Niederlage, das Weigern, einfach liegenzubleiben. Die emotionale Tonart kennt keine Zwischentöne, und genau diese Konsequenz macht das Ganze so wirksam.

Hintergrund und Einflüsse

Die griechische Mythologie liefert den Rahmen, wobei Götter und deren Diener in Hierarchien organisiert sind, die der Eskalation Struktur verleihen. Seine früheren Arbeiten im Bereich der Kampf-Manga etablierten das Muster, das hier verfeinert wird: Brüderlichkeit, die im gegenseitigen Prügeln geschmiedet wird, um sich danach gemeinsam einem noch schlimmeren Schrecken zu stellen. Die Struktur des Tierkreises gibt der Geschichte eine vorgegebene Leiter aus zwölf Gegnern an die Hand.

Stil und Themen

Zu den wiederkehrenden Motiven zählen Opferbereitschaft, die Treue zu einer Sache, die über das eigene Selbst hinausgeht, sowie die Vorstellung, dass Willenskraft eine messbare, fast physische Kraft darstellt. Körper werden heroisch in Szene gesetzt und müssen extreme Strapazen erdulden, ohne dass die Handlung jemals so tut, als bliebe das ohne Schmerz. Die Dialoge fallen pathetisch aus, eher wie in einer Oper als in einem normalen Gespräch, und die Rüstungsdesigns gehören nach wie vor zu den am häufigsten kopierten im gesamten Genre.

Vermächtnis und Einfluss

Die Reihe entfaltete in ganz Europa und Lateinamerika eine enorme Wirkung, wo ihre Anime-Adaption das Verständnis einer ganzen Generation davon prägte, was japanische Animationskunst ausmacht. Ihre gestaffelte Hierarchie immer mächtigerer Beschützer diente dabei vielen als Vorbild.

Wer sich dem Werk widmen sollte

Für alle, die unverhohlenen Heroismus und spektakuläre Rüstungsdesigns zu schätzen wissen. Am besten lässt man sich ganz unironisch und genau in dem Geist darauf ein, in dem es verfasst wurde. Eine echte Nostalgie-Empfehlung für Leserinnen und Leser in Europa und Lateinamerika, die damals über den Fernsehschirm darauf gestoßen sind.

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