Lana Wachowski
Mainstreamkino lernte von einem Film, bei dem Lana Wachowski Co-Regie führte, wie man eine Actionsequenz biegt.
Ihr Schaffen verbindet philosophische Fragen mit kinetischem Spektakel. The Matrix verband Martial-Arts-Choreografie, Cyberpunk-Ikonografie und ein Konzept über eine konstruierte Realität, und erreichte damit ein Publikum weit über das Genrekino hinaus. Die Ideen sind keine bloße Dekoration, sondern treiben die Handlung voran. Der Film traut einem Massenpublikum zu, einer Argumentation über Wahrnehmung zu folgen, während gleichzeitig gekämpft wird.
Hintergrund und Einflüsse
Das visuelle Vokabular speist sich direkt aus dem Hongkong-Actionkino, dem japanischen Anime und den Manga-Traditionen, wobei Drahtseilakrobatik und Kampfchoreografie als eigenständiges Handwerk und nicht als bloßes Füllmaterial begriffen werden. Die Besetzung wurde monatelang trainiert, damit die Sequenzen in langen Einstellungen gehalten werden konnten, anstatt durch hektische Schnitte kaschiert zu werden. Hinter dem ganzen Spektakel verbirgt sich eine langjährige Auseinandersetzung mit philosophischen Fragen und der Natur der Identität.
Stil und Themen
Wiederkehrende Motive: die Realität als Konstrukt, selbstreproduzierende Systeme und Figuren, die sich dafür entscheiden müssen, die zu werden, die sie ohnehin schon sind. Die Filme setzen auf markantes Szenenbild und kompromisslose Aufrichtigkeit, und verweigern sich damit der im Blockbuster-Kino so oft anzutreffenden ironischen Distanz.
Vermächtnis und Einfluss
Die Bildsprache, an deren Etablierung sie maßgeblich beteiligt war, prägte das Actionkino für ein ganzes Jahrzehnt, und ihre Motive drangen so tief in den allgemeinen Sprachgebrauch ein, dass die zentrale Metapher heute von Menschen verwendet wird, die den Film nie gesehen haben. Zudem wird das Werk seit Langem als Allegorie des Übergangs gedeutet, eine Lesart, die von den Filmschaffenden inzwischen auch so bestätigt wurde.
Wer sich ihr Werk ansehen sollte
Für alle, die in einer Geschichte sowohl gedankliche Tiefe als auch packende Handlung suchen, und Science-Fiction schätzen, die klar Stellung bezieht, statt sich nur im Vagen zu verlieren. Eine ideale Wahl für Fans des Cyberpunk-Genres und für Zuschauer, die geradliniges und ehrliches Genrekino zu schätzen wissen.
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