Tom Holland ist ja bekannt dafür, dass er sich gerne mal verplappert. Diesmal hat er jedoch einen der spannendsten Namen für Brand New Day ausgeplaudert.
Es ist kein Schauspieler. Kein Bösewicht. Es ist ein Drehbuchautor.
In Amy Poehlers Podcast erzählte der Schauspieler von einer spontanen Überarbeitung einer Szene am Set. Er ließ einen Vornamen fallen: Justin. Den Rest haben die Fans erledigt.
Dieser Justin ist Justin Kuritzkes. Der Mann hinter dem Überraschungserfolg Challengers.
Marvel wollte das eigentlich geheim halten
In den offiziellen Credits stehen eigentlich nur zwei Namen: Chris McKenna und Erik Sommers. Das Duo, das schon die letzten drei Spider-Man-Filme geschrieben hat.
Kuritzkes tauchte nirgendwo auf. Bis Holland ihn im Interview auffliegen ließ.
Inzwischen ist es bestätigt: Kuritzkes bekommt einen offiziellen Credit für das Drehbuch, direkt neben dem bewährten Duo.
Wer ist der Typ und warum ist das wichtig?
Kuritzkes hat bisher zwei Filme auf dem Kerbholz: Challengers und Queer, beide unter der Regie von Luca Guadagnino und beide 2024 erschienen.
Challengers ist ein intensives Liebesdreieck, verpackt in ein Tennismatch. Knisternde Dialoge, Momente, in denen das Schweigen schwerer wiegt als Worte.
Kurz gesagt: Das genaue Gegenteil eines 200-Millionen-Dollar-Blockbusters.
Ein Detail, das sicher kein Zufall ist: Zendaya spielte die Hauptrolle in Challengers. Sie kennt die Handschrift von Kuritzkes also in- und auswendig.
Routine-Korrektur oder Warnsignal?
Überarbeitungen bei Marvel sind die Norm. Dass ein Autor kurzfristig zur Verstärkung geholt wird, passiert bei fast jeder Produktion des Studios.
Aber die Entstehungsgeschichte von Brand New Day war turbulenter als üblich.
Die Verschiebung durch das Projekt von Christopher Nolan verschaffte dem Team sechs Monate Zeit zum Durchatmen. Diese Zeit wurde genutzt, um alles neu zu strukturieren.
Das Projekt schwankte lange zwischen einer kosmischen Multiversum-Story und einer bodenständigen Geschichte aus dem Viertel. Die Überarbeitung hat sich nun klar für die Straße entschieden.
Warum die Wahl Sinn ergibt
Eine bodenständige, intime Geschichte, die sich wieder auf Peter und MJ konzentriert, genau das ist das Spielfeld von Kuritzkes.
Regisseur Destin Daniel Cretton verspricht seit Januar einen neuen Tonfall. Etwas, das sich deutlich von den Filmen von Jon Watts abhebt.
Den Mann hinter Challengers zu holen, um die Szenen zwischen Peter und MJ zu schärfen, sendet ein klares Signal.
Was der neue Trailer verrät
Der zweite Trailer vom 17. Juni zeigt einen düstereren Peter. Eine Veränderung, die ihn überfordert. Organische Netzschießer.
Hulk und der Punisher schauen auch vorbei. Der Ton wirkt deutlich erwachsener als alles, was man sich in der Ära Watts getraut hat.
Es bleibt abzuwarten, ob das Versprechen auch über zwei Minuten perfekt geschnittenes Material hinaus Bestand hat.
Das Wichtigste auf einen Blick
| Starttermin | 31. Juli 2026 in den USA |
| Regie | Destin Daniel Cretton |
| Besetzung | Tom Holland, Zendaya, Jon Bernthal, Mark Ruffalo, Sadie Sink |
| Drehbuch-Update | Justin Kuritzkes (Challengers, Queer), offiziell gelistet neben McKenna und Sommers |
| Der Trailer | Absoluter Rekord: 1,1 Milliarden Aufrufe in vier Tagen |
Das eigentliche Wagnis
Marvel hat zwei Möglichkeiten, einen Arthouse-Autor einzusetzen: Entweder man lässt ihn seine eigene Stimme einbringen, oder man glättet sie so lange, bis sie unkenntlich ist.
Das Studio hat beides schon praktiziert.
Die Frage ist nicht, ob Brand New Day spektakulär wird. Der Trailer-Rekord hat das bereits beantwortet.
Die eigentliche Frage ist, ob der Film auch etwas zu sagen hat. Die Antwort gibt es Ende Juli.
© Bildnachweis: Sony Pictures Entertainment
