Ganz gut, aber manchmal etwas „erzwungen“
Der Autor gibt sich viel Mühe, realistische Figuren zu erschaffen, das heißt graue Charaktere mit echten Stärken und echten Schwächen... Aber vielleicht ist das genau das Problem: Man hat das Gefühl, manche Schwächen (z. B. Jezals verächtliche Eitelkeit, Logens blinde Mordgier...) sind nur da, um ihre Stärken auszugleichen... Am Ende dieser Trilogie gehe ich jedoch nicht mit dem Gefühl heraus, dass mir wirklich jemand ans Herz gewachsen ist. Dagegen fange ich an, denjenigen zu hassen, den man am Anfang für den netten, weisen Alten hält.
Es ist ja gut, realistisch zu sein, aber für eine Romantrilogie ist es eben doch wichtig, den Leser mit Figuren zu packen, die man mag. Das perfekte Beispiel ist Game of Thrones, das ist nicht dumm schwarz-weiß... aber wie sehr wachsen einem doch einige Figuren ans Herz: Jon, Tyrion, Sansa...
Ein weiterer Kritikpunkt, den ich an der Handlung habe: Manchmal ist es etwas dick aufgetragen und man sieht einiges vorher... ohne große Überraschungen. Und überhaupt fehlt es generell an schwungvollen Plottwists. Die Wendungen gehen in die falsche Richtung: Enorme Anstrengungen, die von Figuren unternommen werden... für Nichts (ich sage nicht mehr, um nicht zu spoilern... aber trotzdem: bis ans Ende der Welt reisen... für das?).
Kommentare (1)
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As to your final point, there's an unfortunate and bleak reality that sometimes we strive for nothing 😁. I wish I could remember the ending better to comment; I really need to give this another read.