Moon Knight
Moon Knight (2022 TV series) Trailer
Eine Superheldenserie, die ihren psychologischen Anspruch einlöst
Als Disney+ diese Marvel-Serie an den Start brachte, war die Figur Moon Knight selbst unter Comic-Lesern kaum bekannt. Diese relative Unbekanntheit erwies sich als Glücksfall: Es gab keine eingeschworene Fangemeinde, die man hätte enttäuschen können, und kein ikonisches Vorbild, in dessen Schatten die Produktion hätte stehen müssen.
Oscar Isaac trägt die gesamte Serie mit seiner schauspielerischen Leistung. Er wechselt mit einer derartigen Hingabe zwischen den verschiedenen Persönlichkeiten, dass sich das Einschalten selbst dann lohnt, wenn die Handlung gelegentlich etwas hölzern wirkt. Die ägyptische Mythologie, die in das Produktionsdesign eingeflossen ist, verleiht der Serie zudem eine visuelle Ästhetik, die sich deutlich vom übrigen Marvel-Katalog abhebt.
Das Konzept
Die Serie begleitet Steven Grant, einen zurückhaltenden Londoner Souvenirverkäufer, der feststellen muss, dass er sich einen Körper mit Marc Spector teilt, einem Söldner, der in die Dienste des ägyptischen Mondgottes Khonshu geraten ist. Eine dissoziative Identitätsstörung dient hier nicht bloß als erzählerisches Hilfsmittel: Die fragmentierte Perspektive bestimmt maßgeblich den Schnitt der Szenen und die Art und Weise, wie dem Zuschauer Informationen vermittelt werden.
Die Vorlage, eine Marvel-Comicreihe mit einer langen und wechselhaften Geschichte, wurde nur lose adaptiert. Die Serie übernimmt die grundlegende Mythologie sowie die psychische Instabilität der Figur und webt darum eine eigene, eigenständige Erzählung.
Leitfaden für Zuschauer
Moon Knight umfasst eine Staffel mit sechs Episoden auf Disney+, wobei die Laufzeit der einzelnen Folgen zwischen 40 und 55 Minuten liegt. Wer den typischen, von flotten Sprüchen geprägten Tonfall des Marvel-Universums als anstrengend empfindet, findet hier womöglich einen zugänglicheren Einstieg, wenngleich die letzten Episoden in Richtung konventioneller Action abdriften und damit die anfängliche Eigenwilligkeit etwas abschwächen. Wer auf knallharten psychologischen Horror hofft, sollte seine Erwartungen entsprechend anpassen.
Eine Superheldenserie, die ihren psychologischen Anspruch einlöst
Als Disney+ diese Marvel-Serie an den Start brachte, war die Figur Moon Knight selbst unter Comic-Lesern kaum bekannt. Diese relative Unbekanntheit erwies sich als Glücksfall: Es gab keine eingeschworene Fangemeinde, die man hätte enttäuschen können, und kein ikonisches Vorbild, in dessen Schatten die Produktion hätte stehen müssen.
Oscar Isaac trägt die gesamte Serie mit seiner schauspielerischen Leistung. Er wechselt mit einer derartigen Hingabe zwischen den verschiedenen Persönlichkeiten, dass sich das Einschalten selbst dann lohnt, wenn die Handlung gelegentlich etwas hölzern wirkt. Die ägyptische Mythologie, die in das Produktionsdesign eingeflossen ist, verleiht der Serie zudem eine visuelle Ästhetik, die sich deutlich vom übrigen Marvel-Katalog abhebt.
Das Konzept
Die Serie begleitet Steven Grant, einen zurückhaltenden Londoner Souvenirverkäufer, der feststellen muss, dass er sich einen Körper mit Marc Spector teilt, einem Söldner, der in die Dienste des ägyptischen Mondgottes Khonshu geraten ist. Eine dissoziative Identitätsstörung dient hier nicht bloß als erzählerisches Hilfsmittel: Die fragmentierte Perspektive bestimmt maßgeblich den Schnitt der Szenen und die Art und Weise, wie dem Zuschauer Informationen vermittelt werden.
Die Vorlage, eine Marvel-Comicreihe mit einer langen und wechselhaften Geschichte, wurde nur lose adaptiert. Die Serie übernimmt die grundlegende Mythologie sowie die psychische Instabilität der Figur und webt darum eine eigene, eigenständige Erzählung.
Leitfaden für Zuschauer
Moon Knight umfasst eine Staffel mit sechs Episoden auf Disney+, wobei die Laufzeit der einzelnen Folgen zwischen 40 und 55 Minuten liegt. Wer den typischen, von flotten Sprüchen geprägten Tonfall des Marvel-Universums als anstrengend empfindet, findet hier womöglich einen zugänglicheren Einstieg, wenngleich die letzten Episoden in Richtung konventioneller Action abdriften und damit die anfängliche Eigenwilligkeit etwas abschwächen. Wer auf knallharten psychologischen Horror hofft, sollte seine Erwartungen entsprechend anpassen.
Rezensionen
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Düster und episch
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Noch ein vergessliches Marvel-Angebot
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