Yasuhiro Irie

Regisseur
Tome
Redaktioneller Hinweis von Tome Aktualisiert am 20/01/2026

Eine zweite Adaption, die sich erneut an der Manga-Vorlage orientierte und alles richtig machte: Yasuhiro Irie führte bei jener Version Regie, die heute gemeint ist, wenn man von der Serie spricht.

Irie inszeniert Animationen mit einem untrüglichen Gespür für Timing über lange Strecken hinweg. Fullmetal Alchemist: Brotherhood erzählt eine Geschichte neu, die bereits einmal adaptiert worden war, diesmal jedoch nah am Original bis zu dessen endgültigem Abschluss. Dabei gelingt es der Serie, über sechzig Episoden hinweg ein riesiges Figurenensemble, eine komplexe Verschwörung und einen groß angelegten Krieg zusammenzuhalten, ohne auch nur einmal an Dynamik einzubüßen.

Background and Influences

Vor seiner Tätigkeit als Regisseur war er als Animator und Mechanikdesigner tätig, ein fundiertes Handwerk, das sich in der physischen Wucht seiner Actionsequenzen unmittelbar zeigt, in denen Transformationen und Konstruktionen stets strengen, nachvollziehbaren Gesetzen folgen. Seine Regiearbeiten an einem Studio, das für flüssige Charakteranimationen bekannt ist, prägen seinen Stil ebenso wie seine übrigen Projekte, die übernatürliche Actiongeschichten in einer fiktiven Großstadt mit einem ähnlich vielschichtigen Figurenensemble erzählen.

Stil und Themen

Wiederkehrende Motive: äquivalenter Tausch als moralisches Prinzip statt als bloßes Magiesystem, Behinderung und Prothetik als ernstgenommene Themen sowie Institutionen, die auf Gräueltaten erbaut wurden. Komödie und Horror halten sich die Waage, indem abrupte Tonwechsel kurz gehalten werden, während die Inszenierung von Kämpfen darauf achtet, dass die Technik jeder beteiligten Person stets nachvollziehbar und stimmig bleibt.

Vermächtnis und Einfluss

Seine Adaption landet bei Publikumswertungen für das Medium regelmäßig auf den vorderen Plätzen und dient neuen Zuschauerinnen und Zuschauern häufig als Einstiegspunkt. Darüber hinaus hat sie eine Grundsatzdebatte über das Adaptieren an sich beendet, indem sie unter Beweis stellt, dass die Rückkehr zu einer bereits abgeschlossenen Vorlage eine endgültige und keineswegs überflüssige Fassung hervorbringen kann.

Für wen sich das Werk lohnt

Für alle, die eine in sich geschlossene Geschichte mit einem echten Ende suchen. Eine absolute Empfehlung für den Einstieg in dieses Medium, da keinerlei Vorkenntnisse nötig sind und es sich auszahlt, das Werk von Anfang bis Ende zu sehen, statt nur reinzuschauen.

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