Disclosure Day: Enthüllt Spielberg endlich das, was wir schon immer wissen wollten?

Disclosure Day: Enthüllt Spielberg endlich das, was wir schon immer wissen wollten?

„Wir sind nicht allein!", Dieses Mantra hat uns Akte X über unzählige Episoden hinweg so tief eingebrannt, dass Fox Mulder uns am Ende wirklich überzeugt hat. Und den Wunsch geweckt hat, es zu glauben.

Nun verspricht Steven Spielberg, dieses heikle Thema endlich ans Licht zu bringen, und das ist nur konsequent, denn Unheimliche Begegnung der dritten Art war bekanntlich eine der wichtigsten Inspirationsquellen für Chris Carters Kultserie.

Eine Zeile aus dem Trailer von Disclosure Day gibt dabei die Richtung vor: „Die Menschen dürsten nach Wahrheit."

Der offizielle Trailer
Der offizielle Trailer

Liegt die Wahrheit immer noch da draußen?

Spielbergs neues Werk will die Debatte rund um UAP (unidentifizierte Luftphänomene) neu entfachen, und dabei durchaus zeitgenössische Paranoia wecken. In einschlägigen Fan-Communities kursieren bereits wilde Theorien: Was, wenn der Film selbst Teil einer schrittweisen „Enthüllungsstrategie" wäre?

„79 Jahre Terror und Lügen, das muss ein Ende haben!", ruft die von Colman Domingo gespielte Figur im Trailer. Ein Geständnis?

Hat Spielberg womöglich Zugang zu geheimen Dokumenten bekommen und den Auftrag erhalten, deren Inhalt der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln? So weit wollen wir nicht gehen, auch wenn die Theorie ihren Reiz hat. Eines steht aber fest: Die Veröffentlichung von Disclosure Day wird ein echtes Ereignis.

UFOs und Spielberg: eine lebenslange Obsession!

Kaum ein anderer Regisseur hat das Thema Außerirdische so beharrlich und vielschichtig erforscht. Schon als Teenager drehte Spielberg einen amateurhaften Langfilm über genau dieses Sujet. Das damals auf Super-8 gedrehte und heute verschollene Werk Firelight gilt als frühe Skizze seines späteren Meisterwerks: Unheimliche Begegnung der dritten Art.

Doch sein Blick hat sich im Laufe der Zeit gewandelt:

  • Staunen und Faszination in E.T.
  • Bedrohung und Angst nach dem 11. September in Krieg der Welten
  • Einbruch ins Popkulturelle mit Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

Mit Disclosure Day scheint Spielberg nun eine neue Stufe zu erklimmen: Außerirdische nicht mehr als Begegnung, sondern als Staatsgeheimnis.

Ein Trailer, der ein Lebenswerk ankündigt

Wer mit Spielbergs Universum vertraut ist, dem vermittelt der Trailer von Disclosure Day das Gefühl, eine Destillation aller Themen zu sehen, die dem Regisseur am Herzen liegen. Nach dem sehr persönlichen The Fabelmans scheint hier ein echtes Gesamtwerk zu entstehen.

Denn Spielberg verbindet seine UFO-Obsession mit dem Spionagefilm-Feeling, das er in Werken wie München, Die Verlegerin oder Bridge of Spies bereits meisterhaft ausgekostet hat.

Der Trailer enthält sogar ein augenzwinkerndes Zitat für Fans der ersten Stunde: Ein Auto wird auf ein Bahngleis gedrängt, ein Zug rast heran, eine direkte Anspielung auf Duell.

Disclosure Day könnte so fünfzig Jahre Filmkarriere in einem einzigen Werk zusammenfassen.

Viele Versprechen

  • Ein international hochkarätiges Ensemble-Cast
  • Spannungssequenzen, die bereits im Trailer das Herz höher schlagen lassen
  • Das Flair eines klassischen 70er-Jahre-Polit-Thrillers
  • Ein direkter Bezug zur aktuellen geopolitischen Lage
  • Mit über 75 Jahren beherrscht Spielberg Action und visuelle Effekte nach wie vor wie kein Zweiter

Und einige Risiken

  • Die Erwartungen sind so hoch, dass die angekündigten „Enthüllungen" kaum mithalten können
  • Die Gefahr eines Déjà-vu-Gefühls, weil Spielberg bekannte Themen erneut aufgreift
  • Der unvermeidliche Vergleich mit Unheimliche Begegnung der dritten Art

Williams und Koepp wieder mit von der Partie

Das Drehbuch stammt von David Koepp, und das ist eine sehr gute Nachricht. Wir verdanken diesem langjährigen Spielberg-Vertrauten die Skripte zu Jurassic Park und Krieg der Welten. Koepp zeichnet außerdem verantwortlich für Carlito's Way, Mission: Impossible, Snake Eyes, Panic Room und Spider-Man, ein Name, der Vertrauen schafft.

Auf der musikalischen Seite stößt eine weitere Legende zum Projekt: John Williams, zum dreißigsten Mal an der Seite von Spielberg. Mit 94 Jahren hätte der Komponist den Taktstock längst an den Nagel hängen können. Aber seine Verbundenheit mit Spielberg ist offenbar stärker als jeder Gedanke an den wohlverdienten Ruhestand.

Ein Fünf-Sterne-Cast im Zentrum der Krise

Um die wachsende globale Bedrohung zu verkörpern, setzt Spielberg auf ein erstklassiges Ensemble: Emily Blunt, Josh O'Connor, Colin Firth, Eve Hewson, Colman Domingo.

Diese internationale Besetzung lässt eine Handlung erahnen, die planetarische Ausmaße annimmt, in der Wissenschaftler, Politiker und ganz normale Menschen in einen unkontrollierbaren Strudel geraten.

Ein Dreh unter strengster Geheimhaltung

Unter dem Arbeitstitel Non-View wurde der Film zwischen Februar und Mai 2025 hauptsächlich in den USA gedreht: New Jersey, Atlanta, New York, Long Island und das Hudson Valley.

Einzelne Szenen entstanden auf einer Bahnstrecke im Süden von New Jersey sowie in markanten Stadtvierteln. Die zahlreichen Casting-Aufrufe für Komparsen, darunter Wrestling-Fans, Diner-Gäste und nordkoreanische Soldaten, deuten auf eine vielschichtige Erzählung mit vielen Perspektiven hin.

Weltweiter Kinostart steht kurz bevor

Ursprünglich für Mai 2026 geplant, kommt der Film nun am 12. Juni 2026 in den USA auf die IMAX-Leinwände, unter dem Banner von Universal Pictures. In Deutschland und Österreich dürfte der Start ähnlich terminiert sein.

Je näher der Termin rückt, desto drängender werden die Fragen: Wird Disclosure Day den Erwartungen gerecht? Hat Spielberg bei einem Thema, das er so oft behandelt hat, wirklich noch etwas Neues zu sagen? Und meint er es ernst mit den großen Enthüllungen?

Die Antworten folgen in wenigen Monaten.


© Bildnachweis: Universal Pictures

Ursprünglich auf Französisch verfasst

350

Kommentare (2)

GirlRainbow31
Un film que j'attends de voir avec impatience, ce Spielberg est pour moi l'un des meilleurs réalisateurs de SF. Beaucoup parle de ce nouveau film comme d'une révélation au public, surtout quand on sait que la NASA commence à divulguer petit a petit des dossiers confidentiels sur des apparitions d'OVNIS sur Terre et dans les missions aérospatiales.
Français
DonAragorn
"Trump doesn't come from Earth": Is this the kind of disclosure we should expect?
English
Nimm am Helden-Turnier teil und gewinne Amazon-Gutscheine! Entdecken